Zeitzeuge Ernst Grube zu Besuch bei den 8ten Klassen

Am Donnerstag, den 18.07.2017 durften die achten Klassen der Mittelschule Finsing mit ihren Klassenleitern Benjamin Ertl und Fabian Steffl einen besonderen Ehrengast bei sich begrüßen. Ernst Grube, Zeitzeuge aus der NS-Zeit, nahm sich Zeit für seine gespannten Zuhörer, um von seinen Kindheitserfahrungen zu erzählen. Er nahm die Schüler - einführend mit einem biographischen Film - mit auf eine Reise in die Vergangenheit unter den Nationalsozialisten. Dieses schreckliche Stück Zeitgeschichte erschien den Achtklässlern in Form von Lehrervorträgen, Schulbuchtexten und Filmausschnitten bisher immer weit entfernt und doch stand in Person von Herrn Grube nun ein Mann vor ihnen, der dies hautnah miterlebt hat und davon leibhaftig berichten kann.

Antje Dürr, Konrektorin der Mittelschule Finsing, machte, nach einer herzlichen Begrüßung des Gastes, den Schülern eingangs den eindrucksvollen Wert von Zeitzeugengesprächen deutlich und übergab sodann das Wort an den Referenten.

Ernst Grube, heute 84 Jahre alt, erzählte nach seinem biographischen Filmeinspieler in chronologischer Reihenfolge von seiner Kindheit in München, in der er nur kurz wirklich Kind sein durfte und von seinen Eltern, einer jüdischen Mutter und einem nichtjüdischen Vater. Eben seinem Vater war es zu verdanken, dass die Familie letztendlich wohl diese schreckliche Zeit überlebte, da er sich trotz des Druckes nicht von seiner jüdischen Frau scheiden ließ. Grube berichtete von einer Zeit, die geprägt war von Angst und Ungewissheit über die eigene Zukunft und die seiner Familie. Er erzählte, wie er in frühester Kindheit in ein Kinderheim gebracht wurde, da die Familie durch ihren jüdischen Hintergrund das Recht auf eine eigene Wohnung verloren hatte. Mit bewegter Stimme erinnerte sich Ernst Grube an den Tag, als 23 Kinder unter Tränen aus dem Kinderheim abtransportiert wurden. Die Mutter kam mit ihren drei Kindern schließlich nach Milbertshofen, wo sich ein Sammellager für die weitere Deportation der jüdischen Menschen befand. Im Anschluss daran wurden sie, als das KZ Auschwitz bereits befreit war, doch noch unter Angst ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Grubes Familie überlebte zum Glück und wurde am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit. Alle seine Tanten, Onkel und Cousinen wurden in Konzentrationslagern der besetzten Ostgebiete umgebracht. Ernst Grube hegte in der Folgezeit den großen Wunsch, seine verloren gegangene Kindheit nachzuholen. Schule, Vereine und viele freundschaftliche Kontakte, was wir heute als selbstverständlich erachten, blieben ihm verwehrt. Die anschauliche Schilderung seiner Lebensstationen beeindruckte die Schüler tief. Herr Grube verstand es, durch seine schülernahe Art, einen Bezug zu seiner Zuhörerschaft herzustellen und das Eis zum Schmelzen zu bringen. Herr Grube lobte die Schüler immer wieder, welch qualitativ hochwertige Fragen sie ihm bereits im Vorlauf per Email haben zukommen lassen und hob hervor, dass er sich daher besonders freue unter ihnen zu sein. Diese wiederum wussten die Beantwortung jeder einzelner dieser teils auch sehr persönlichen Fragen sehr zu schätzen. Über zwei volle Stunden hörten die Achtklässler konzentriert zu, ohne unruhig zu werden – selbst der Pausengong wurde großzügig überhört. Ernst Grube schaffte es, die Schüler mit seiner ruhigen und sachlichen Art in seinen Bann zu ziehen, auch wenn man die schrecklichen Ereignisse von damals heute niemals in seiner Gänze begreifen könne. Immer wieder stellte Ernst Grube auf Nachfrage der Schüler auch den Bezug zu heute her, indem er beispielsweise auf die Lage der Menschen in Libyen einging oder seine Gedanken zur aktuellen Flüchtlingspolitik darlegte. Auch hier wurde deutlich, wie unermüdlich sich Herr Grube auch heute noch für Menschenrechte und gegen Gewalt und Ausgrenzung einsetze.

So endete ein beeindruckender Vormittag für die 8. Klassen, an dem das Thema Respekt einen großen Schritt in den Vordergrund rückte und an dem den Schülern wertvolle Eindrücke vermittelt wurden, um selbst vor Verhaltensweisen wie Ausgrenzung und Gewalt Abstand zu nehmen. Die Begegnung mit Ernst Grube beeindruckte die Schüler zutiefst und auch noch lange nach dieser lebendigen Geschichtsstunde bemerkte man, dass diese Thematik in deren Köpfen noch kräftig Nachhall fand.

unsere eigene Berufsmesse (von Schülern für Schüler)

Am Donnerstag, den 13.07.2017 organisierten die Schüler der beiden achten Klassen ihre eigene Berufsmesse. Im Zuge dieser teilten sie ihre Stände nach Berufsfeldern innerhalb der Aula auf, fixierten ihre Plakate, auf denen der jeweilige Ausbildungsberuf ihres letzten Schulpraktikums aufgeführt war und befassten sich nochmals kurz mit den wichtigsten Informationen zu ihren Praktikumsbetrieben. Nachdem alles vorbereitet war, kamen auch schon die Schüler der beiden siebten Klassen, die ausgerüstet mit Fragebögen und jeder Menge Neugier über die lokalen Betriebe und deren Ausbildungsangebot, die Stände belagerten. Die Achtklässler entpuppten sich hierbei als kompetente Berater auf ihrem jeweiligen Gebiet, erzählten außerdem von ihren persönlichen Praktikumserfahrungen und konnten so den Siebtklässleren wertvolle Tipps für deren weiteren Berufswahlprozess geben.

 

 

Ausstellung "Mathematik zum Anfassen"

Am 26.04. durften die beiden achten Klassen die Mädchenrealschule in Erding besuchen um dort die Ausstellung "Mathematikum - Mathematik zum Anfassen" zu erkunden. In vielen Stationen und Experimenten konnten die Schüler Mathematik mal etwas anders, nämlich auf spielerische Weise erleben. Man konnte sich den Kopf an geometrischen Puzzles zerbrechen, Spiegelungen nachvollziehen oder sich gegenseitig bei Knobelspielen herausfordern. Nur wer besonders viel Geduld mitbrachte, wagte sich auch an kniffligere Aufgaben heran wie etwa das Konstruieren der Leonardo-Brücke ohne Hilfsmittel wie Kleber oder Nägel. Ein sehr beliebtes Exponat war die Riesenseifenhaut, die leider an diesem Tag keiner schaffte um den ganzen Körper so ziehen. Insgesamt bot der Vormittag eine interessante Abwechslung zum herkömmlichen Mathematik-Unterricht und einen lebhaften Zugang zu nicht Jedermanns Lieblingsfach.

 

 

Fahrt ins Berufsinformationszentrum nach Freising

 

Am Donnerstag, den 01.12. besuchten die beiden 8. Klassen der Mittelschule Finsing das Berufsinformationszentrum (kurz: BIZ) in Freising. Durch den Vormittag leitete unser zuständige Berufsberater Herr Baumann und führte den Schülerinnen und Schülern deutlich vor Augen, wieso eine Ausbildung und Berufsqualifikation derart wichtig ist. Nach einer Selbsteinschätzung der eigenen Wunschberufe und mit Hilfe einer Informationsbroschüre der Arbeitsagentur konnten die Achtklässler eruieren, wie sich die Ausbildungsplatzsituation in ihren gewünschten Berufen derzeit in der Region darstellt. Im zweiten Teil des Vormittags durften sich die Schüler in die digitale Welt des „Berufe Universum“ begeben, einem Portal der Agentur für Arbeit, in dem man herausfinden kann, welche Berufsfelder und Berufe zu seinen jeweiligen Interessen passen, für welche Berufe man möglicherweise besonders geeignet ist und in welchen Berufsplanet man im übertragenen Sinne „landen“ kann. Im Zuge dieser digitalen Reise konnten alle Schüler viele Informationen zu ihren ausgewählten Berufen ausdrucken und mit nach Hause nehmen. Der Vormittag trug somit einen weiteren wichtigen Teil zum Berufswahlprozess unserer Schüler bei und bestätigte so manche Vorstellung oder lieferte neue, überraschende Erkenntnisse über so manchen Beruf.

 

 

Wandertag mit Endstation am Bowling Center

 

Den ersten Wandertag gestalteten die beiden achten Klassen mit einer gemeinsamen Wanderung durch Finsing. Nach ausreichender Stärkung kehrten wir in der hiesigen Bowling Bahn ein, wo viele Spares und Strikes bejubelt werden durften.

 

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