Aufenthalt der 6. und 7. Klassen im BLSV-Sportcamp in Regen

Nach der zeitlich erträglichen Anreise von knapp zwei Stunden konnten die Klassen 6a, 7a und 7b mit insgesamt 52 mitgereisten Schülern und ihren Betreuern Nadine Kalb, Julia Holler und Fabian Steffl, empfangen vom fast einheimischen Benjamin Ertl ihre Bleibe für die kommende Woche in Augenschein nehmen.  Die Mädels der 6ten und 7ten Klassen konnten die großen 12er-Blockhütten für sich beanspruchen, die Jungs hatten die Ehre als erstes das neu renovierte Gästehaus zu beziehen. Leider stellte sich sogleich heraus, dass die an der Wand verankerten Tische keine zwei Siebtklass-Mannsbilder gleichzeitig auszuhalten schienen – „again what learnt“ würde Loddar sagen.

 

Nach kurzer Umziehpause ging es endlich ans Eingemachte, nämlich ans Motto des Sportcampaufenthalts – also den Sport. Zusammen mit den ebenfalls hier verweilenden Realschülern aus Kösching wurde das sogenannte „Spiel ohne Grenzen“ abgehalten. Dabei wurden die Teams bunt zwischen all den Klassen der beiden Schulen durchgewürfelt. Sämtliche Berührungsängste konnten dabei selbstverständlich noch nicht abgelegt werden. Dennoch hatten die Schüler großen Spaß bei den teils kuriosen und neuen Spielen mit hohem Aufforderungscharakter. Bei Anbruch der Dunkelheit machte man sich auf über den Maschenberg bis vor ein Waldgebiet, wo die olympischen Fackeln entzündet wurden. Wieder angekommen im Feriencamp wurden unter der Brücke am Lagerfeuerplatz alle Fackeln zusammengeworfen und noch einige Zeit am gemütlich lodernden Feuer verbracht, bevor sich die Schüler nach und nach in ihre Zimmer aufmachten, um sich bettfertig zu machen. Nach diesem ersten anstrengenden Camptag fielen viele recht schnell ins Land der Träume um fit in den Dienstag starten zu können.

 

Tag zwei begann um 8 Uhr mit einem ausgewogenem Frühstück im Speisesaal, woraufhin sich die Jungs und Mädels schon wieder in Sportschale schmeissen durften. Heute wurde die Finsinger Bande klassenweise in Gruppen eingeteilt um verschiedenste Aktivitäten im Camp auszuprobieren. Die 7b startete mit Bogenschießen, also vergleichsweise ruhig mit einem Standsport in den Tag. Die Betreuerin hat in der Turnhalle drei große Zielscheiben aufgebaut und nach kurzer Einweisung ging es auch schon los. Unterarmschutz rauf und ran an den Bogen. Bei manchen gab es noch Anlaufschwierigkeiten bei der Haltung des Schussgerätes, doch schon nach kurzer Zeit hatten alle „den Bogen raus“ und versenkten die Pfeile an den Scheiben statt an der großen Schutzplane im Hintergrund. Schnell bekam das erst bloße „Ausprobieren“ einen Wettkampfcharakter, als die ersten Spezis aufs Spiel gesetzt wurden, wer denn am zielsichersten sei. Nach einer Stunde wechselten die Gruppen ihr Aktionsfeld und gingen raus ins Freie. Das schon vor den Ferien im Video bestaunte Brückenklettern stand auf dem Programm. Mit Betreuer Dominik stand man also bei leichtem Nieselregen vor dem riesigen Brückenbogen. Dominik erklärte der Gruppe den Achterknoten und versuchte den Schülern durch die sichere Art der Sicherung die Angst vor der bevorstehenden Mutprobe zu nehmen. Nur zögerlich trauten sich die ersten ins Sicherungsgeschirr zu steigen. Doch als der erste Klettermax die unterste Etappe geschafft hatte, trauten sich die meisten Schüler nach und nach. Nur einige konnten den Respekt vor dem großen Mauerwerk nicht ablegen. Auch einige Mädels nahmen die Besteigung der Brücke ins Visier; ob aufgrund der zum Preis ausgerufenen Chipspackung oder um Betreuer Dominik zu imponieren - man wird es nie erfahren. Mit den Worten „Du siehst nur noch die Chips“ wurde man nach oben gepeitscht. Drei Schüler schafften es mit zitternden Knien und schmerzenden Händen sogar bis nach oben und waren zurecht besonders stolz die Brücke erklommen zu haben. Nun blieb den Kids wieder etwas Zeit zur Erholung bis zum Mittagessen. Gestärkt von reichlich Schinkennudeln mit Ketchup sowie dem obligatorischen Fußballspiel (zu dem eigentlich jede freie Minute genutzt wurde) ging das Tagesprogramm weiter zum Hallenbiathlon, welcher durch die Laserpointergewehre Riesenfunfaktor besaß. Besonders amüsant anzuschauen waren dabei die unendlichen Korbwurfversuche der Frauen der Schöpfung sowie deren Strafrunden, gelaufen im „hüpfenden Schmetterling“, der neuesten Figur im modernen Kunstlauf (ohne Eis). Als letzten Baustein dieses Tages waren einige teamfördernde Maßnahmen zu meistern. Das sogenannte Spinnennetz stellte eine große Herausforderung dar, indem die Schüler durch eine Seilkonstruktion an die andere Seite gelangen mussten, jedoch ohne ein Seil zu berühren. Berührte ein Schüler ein Seil, mussten alle zurück. Diese Übung konnte also nur im gesamten Gruppenverband gelöst werden. Gegenseitige Absprache, Mithilfe beim Durchsteigen sowie teilweise akrobatische Glanzleistungen und Hebefiguren waren von Nöten um die gesamte Truppe auf die andere Seite zu befördern. Die nächste Aufgabe bestand darin nur mit Hilfe einiger (für die Bearbeitung der Aufgabe sehr wenige) Teppichfliesen ein bestimmtes Ziel zu erreichen mit der Vorgabe dass jeder auch zu jeder Zeit eine Teppichfliese berühren musste, auf der anderen Seite aber nie eine Teppichfliese vollkommen unberührt bleiben darf. Doch auch diese Hürde meisterten die Schüler bravourös. Das letzte erlebnispädagogische Hindernis stellte ein Baumpfostendreieck dar, auf dem die Schüler natürlich schon vor Erklärung der Aufgabe rumturnten. Genau dies wurde ihnen aber zum Verhängnis, da sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr bewegen durften. Nun war es zu schaffen, sich in alphabetischer Reihenfolge aufzustellen, ohne dass ein Schüler vom Baumstamm fallen durfte. Als Bestrafung für Nichtgelingen und Regelverstöße wurden so einige Liegestützen und Kniebeugen absolviert. In der Zwischenzeit kamen die Schüler auch mit den ebenfalls im Camp weilenden Schülern der Realschule Kösching in Kontakt und sofort wurden die ersten Freundschaftsspiele vereinbart. Unter professioneller unparteiischer Leitung einer Lehrkraft behielt die Mittelschule Finsing mit 15:4 und 4:1 die Oberhand. Lediglich das letzte Spiel ging mit 0:1 in die Binsen. 

 

Mittwoch verlangte den Lehrkräften sowie der Campleitung Organisationstalent und Flexibilität ab, da das Wetter der ursprünglichen Planung nicht gewogen war. Früh am Morgen fuhr man mit dem Bus nach St. Englmar um im Hochseilgarten neue Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Doch Höhenmeter für Höhenmeter musste man mehr Schnee durch die Busfenster erblicken und direkt nach Ankunft einigte man sich in Einvernehmen mit dem Betreiber des Hochseilgartens darauf, auf Nummer sicher zu gehen und die Heimreise wieder anzutreten. Kurzfristig zog man den Programmpunkt für Donnerstag vor und besuchte in Ludwigsthal nahe der tschechischen Grenze das Haus zur Wildnis. Das Besucherzentrum im Falkenstein-Gebiet informiert seine Gäste über die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava sowie die umgebende Region beiderseits der Landesgrenze. Die Entwicklung der Nationalparkwälder hin zur Wildnis stand dabei im Mittelpunkt. Die Schüler führten dabei eine Rallye mit Hilfe eines zur Verfügung gestellten Laufzettels durch, was dem Ganzen noch mehr Aufforderungscharakter verlieh. Nach dem nun immer mehr einsetzenden Regenwetter fuhren Frau Kalb und Herr Ertl mit einer Schülergruppe noch ins Erlebnisbad Zwiesel, was natürlich im Gegensatz zur den Kindern so nahen Erdinger Therme eher wenig zu bieten hatte, jedoch gerade bei der Wetterlage eine nette Nachmittagsgestaltung darbot. Der Rest der Truppe fuhr direkt zurück zum Camp und gestaltete ihre Freizeit ganz individuell um nach dem weiten Fußweg von einer dreiviertel Stunde vom Regener Bahnhof bis zum Camp die „Badfahrer“ zum Abendessen wieder zu empfangen. Highlight für alle Fußballfans war mit Sicherheit das danach auf Großleinwand ausgestrahlte Champions-League-Viertelfinalspiel des FC Bayern bei Juventus Turin. Langsam verstummten die feiernden Schlachtgesänge nach Abpfiff – Bettruhe war angesagt.

 

Nichtsdestotrotz stand wieder einiges an Programm auf der Tagesordnung, was – aufgrund der Witterung – alles wieder über den Haufen geworfen werden musste. Der Besuch des Klettergartens war auch am Donnerstag nicht möglich. Die ursprüngliche Kanufahrt wurde mehr oder weniger schon am Montag gecanceled. So entschied man sich wieder relativ kurzfristig den Kurort Bodenmais anzupeilen. Das dort ansässige Silberbergwerk sollte in all seinen Facetten erkundet werden. Nachdem der Fuß des Silberbergs bestiegen war, bekam man auch schon blaue Kittel überreicht und die typisch gelben Schutzhelme aufgesetzt und begab sich in die Tiefen des Barbarastollens. Der Bergmannsgruß „Glück auf“ begleitete die junge Wandergruppe in den Berg. Vorbei an der Bergschmiede konnten Kompressor, Förderschächte und Bohrhammer in Betrieb erlebt werden. Der begleitende Bergführer erklärte deren Betrieb und testete zum Schluss der Führung auch die Aufmerksamkeit der Schüler mit einem kleinen Quiz. Was kurzfristig leider nicht buchbar war, war die Entdeckertour, die mit Sicherheit noch mehr Spannung und Abwechslung geboten hätte. Wieder zurück vom Bergwerk konnte man arrangieren nach Geiersthal ins sogenannte Kart-O-Mania kutschiert zu werden. Die begehrten Go-Karts konnten aufgrund versicherungstechnischer Bedenken zwar nicht bestiegen werden, doch Bowlingbahn, Air-Hockey, Kicker, Dart und Billard ließen für alle die Zeit wie im Fluge vergehen. Der Abschlussabend wurde in zwei Neigungsgruppen geteilt. Im Zuge der Gleichberechtigung sollten die modebewussten Schülerinnen, deren männliche Klassenkameraden am Vortag für den FCB jubeln durften, nun auch Germanys next Topmodel sehen dürfen. Zeitgleich fand in „Hildies Saloon“ auf dem Campgelände eine Abschlussdisco statt. Schnell verlief sich die Meute aber und nach nun vier Tagen zusammen kamen die ersten Heimwehtränchen zum Vorschein und den Kindern war auch anzumerken, dass ab und zu etwas Zeit und Raum zum Zurückziehen fehlte. Alles in allem ging aber auch der letzte Abend gut vorüber und jedermann konnte auf eine schöne Woche im Bayerischen Wald zurückblicken.

 

Am Abreisefreitag nahmen die Schülerinnen und Schüler ihr letztes Frühstück zu sich und machten sich nach letzter Grundreinigung für die Zimmerinspektion durch Campchef Andreas Parl persönlich bereit. Nachdem auch diese kritische Beäugung heil überstanden war, freuten sich alle auf die Rückfahrt ins heimische Finsing, wo man sich in die vermissenden Arme der Eltern begeben konnte und sicher so einiges zu Hause zu erzählen oder an Fotos zu präsentieren hatte.

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