Tag der Vereine

Wie vorgesehen, im zweijährigen Rhythmus, fand heuer an der Mittelschule Finsing zum zweiten Mal nach 2013 der Tag der Vereine statt. Für diesen Projekttag konnte Organisator Benjamin Ertl sogar zwei Vereine mehr als bei der Premiere gewinnen, was den Schülern und Schülerinnen der Klassen 5 bis 8 eine noch größere Auswahl an Aktivitäten bescherte. Außerdem war in diesem Jahr neu, dass sich jeder Schüler in zwei Vereinssportarten ausprobieren durfte – in der Mitte des Projekttages fand ein großer Wechsel der verschiedenen Gruppen statt.

Der Tennisclub Finsing unter Leitung von Vorstand Herrn Thiess führte die Kids mit vielen Spielchen mit und rund um die gelbe Filzkugel an den Tennissport heran. Zusammen mit einigen seiner Vereinsmitglieder konnte er differenziert auf die Schüler eingehen und je nach Talent und Vorerfahrung erfreuten sich alle an Elementen des weißen Sports, von einfacher Ballgewöhnung bis hin zu ganzen Ballwechseln. Herr und Frau Forstner vom Boxclub Eichenried brachten den Interessierten ihr Angebot im Bereich Kampfsport näher. Über sportartspezifische Gymnastik, um die Beweglichkeit zu schulen, erprobten die Schüler Schlag- und Tritttechniken aus dem Boxen, Kickboxen und Taek-Won-Do. Herr Fuß präsentierte mit einigen seiner Hubertus-Schützen den Schießstand im Finsinger Bürgerhaus. Die Schüler durften dabei mit dem Luftgewehr auf Biathlonscheiben und Ringscheiben schießen. Außerdem wurden sie fachmännisch am Bogen instruiert, um dann beim Bogenschießen möglichst ins Schwarze beziehungsweise in diesem Fall ins Gelbe zu treffen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Finsing scheute keinen Aufwand um den Schülern die Feuerwehrtätigkeit näher zu bringen. Herr Wimmer und zwei weitere Feuerwehrler gestalteten ihr Programm mit großer Schüleraktivität und so durften die Mittelschüler Hydranten anzapfen, Schläuche ausrollen und anschließen und dann eben auch in Betrieb nehmen, was für viele bei perfektem Sommerwetter für eine willkommene Erfrischung sorgte. Außerdem beeindruckte man die Gruppenmitglieder mit einer Fettexplosion, deren Gefahr von vielen sicherlich unterschätzt wurde. Der Goldachtaler Trachtenverein hatte ebenfalls seine Zusage gegeben und bereicherte den Tag der Vereine auf musikalischer Ebene. Jugendleiter Herr Hermansdorfer verstand es zusammen mit zwei seiner Gefolgsleute, den Schülern die anfängliche Zurückhaltung und Schüchternheit zu nehmen. Und so tanzten die Fünft- bis Achtklässler beispielsweise Sternpolka, Ambospolka und den Kikeriki. Auch am Schuhplattln durften sich die jungen Trachtler versuchen und hatten dabei große Freude. In der Turnhalle der Mittelschule gaben sich die Altenerdinger Biber die Ehre. Hinter den vermeintlichen Nagetieren verbirgt sich die Sparte Handball der Spvgg Altenerding. Frau Rösner und Frau Konrad vermittelten den Handball-Cracks ihren Sport sehr spiel- und ballorientiert und entdeckten dabei auch das ein oder andere verheißungsvolle Talent. Wie schon vor zwei Jahren durften auch wieder zwei Gruppen mit einem Shuttle-Bus an den Finsinger Weiher fahren, wo man von der dort ansässigen Wasserwacht empfangen wurde. Frau Buchmann und Frau Fink sorgten dort für einen informativen und abwechslungsreichen Vormittag. Nachdem man den gespannten Zuhörern sämtliche Rettungsgerätschaften sowie den Notfallrucksack mitsamt Defibrillator vorführte, durften die Schüler die Funkgeräte der Wasserwacht testen, was allen viel Spaß machte. Danach durften die Schüler auch ins Wasser und beispielsweise mit Schwimmbrettern schwimmen. Toll fanden viele auch das Schminken von realitätsgetreuen Wunden, welche wieder an der Schule angekommen, stolz präsentiert wurden. Last but not least sprang Mittelschullehrer Herr Steffl in die Presche, da ein Verein im Vorfeld abgesagt hatte. Der selbst experimentierfreudige Sportler war verantwortlich für die Gruppe „alternative sports“ und stellte ein kleines Programm aus nicht ganz so gegenwärtigen Sportarten zusammen. Beim Frisco durften die Schüler einen Parcours mit Frisbeescheiben abwerfen. In einer Hockeyvariante duellierten sich die Schüler im Zwei gegen Zwei und das sogenannte Fucro stellte eine Kombination aus Fußball und Croquet dar. So bekamen die Schüler der „alternativen“ Gruppe einen etwas anderen Zugang zum Sport und vielleicht einige kreative Ideen mit auf den Weg.

 

Insgesamt war der Tag der Vereine wieder ein voller Erfolg und stellte eine Win-Win-Situation für Vereine und Schüler dar. Einige Schüler fassten am Ende des Tages den Entschluss, einem der Vereine beitreten zu wollen und die Vereine ihrerseits akquirierten möglicherweise neue Mitglieder oder machten zumindest Werbung für ihre Sache. Wünschenswert wäre es allemal, wenn die Bemühungen der vielen Ehrenamtlichen Früchte tragen würden – einige Freiwillige nahmen sich extra für den Tag der Vereine Urlaub. Und für viele Kinder stellt der Verein neben Familie, Schule und Freundeskreis einen wichtigen Ort dar, wo man in der Gemeinschaft nicht nur jede Menge Spaß hat und seinen Hobbies nachgehen kann, sondern auch in der Persönlichkeit und im Umgang in der Gesellschaft positiv geprägt wird.

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